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Demnächst hier Dargestellt: neue bzw. alte Bilder des Bades von 1948 bis 1985 !

Früher wurde in der Unstrut gebadet. Damals waren Holzzäune im Wasser der Unstrut. Diese teilten die Becken ein. Noch Heute sind Reste der damaligen Badeanstalt im Wasser der Unstrut erkennbar. Meine eigene Großtante ertrank damals im Wasser der alten Badeanstalt und wurde erst drei Wochen später, in der Saale in Weißenfels, wieder gefunden. Aus diesen Sicherheitstechnischen Gründen, musste eine Änderung her.

Von 1948 bis 1953 wurde das Freibad gebaut. Ein großes Schwimmerbecken, ein Nicht-Schwimmerbecken und einen Babypool wurden ausgehoben. Alle Arbeitsstunden waren freiwillig.

In den 70'er Jahren wurde die Sonnen-Kollektor-Anlage errichtet. Freyburg ist eine der Sonnenreichsten Städte Mitteldeutschlands. Direkt im Ausläufer des Thüringer Beckens und im Wetterschatten des Harzes gelegen. Aus dem Grund bauten schon die Römer ihren Wein in unserer Region an. Das erkannten auch pfiffige Techniker aus Dresden, welche Mitte der 70'er Jahre eine kleine Fabrik in Freyburg umgestalten mussten. Die Lage und Ausrichtung der Weinberge zur Sonne war ideal. Die Techniker hatten zunächst die Idee, Sonnenkollektoren in einem Weinberg zu installieren, nur da hätte sie keiner gebraucht. Also baute man ein Haus im Schwimmbad, was eine große Dachfläche hat, die genau zur Sonne ausgerichtet ist. Damit bekamen die auf dem Dach montierten Sonnenkollektoren, von früh bis spät Sonne ab.

Die erste und einzige in der ganzen DDR. Diese hatte die Aufgabe, alleine durch die Kraft der Sonne, das Bade-Wasser zu erwärmen. Leider fehlten die Mittel die Anlage aufrecht zu erhalten. Somit waren schon Mitte der 80'er Jahre erste Teile defekt. Nach der politischen Wende fehlten die Mittel, dem Bad wieder neuen Glanz zu verleihen. Man ließ den Dingen ihren Lauf und die Technik hatte ihren Verschleiß. Notdürftige Reparaturen wurden zwar erledigt, nur konnten keine neuen Teile eingebaut werden.

Im alten Pumpenhäuschen ist bis heute Technik verbaut, welche noch teilweise aus dem dritten Reich stammt. Zum Anfang der 50'er Jahre war nichts anderes zu bekommen. Das alte Pumpenhäuschen wird aber abgerissen, weil es keine Aufgabe mehr haben wird.




Die Stadt Freyburg musste aus finanziellen Gründen das Bad abgeben. Somit gründete sich 2004 der Schwimmbadverein, welcher bis Heute Bestand hat. Der Verein hat das Ziel, das Bad so zu betreiben, dass die Eintrittspreise erschwinglich bleiben und für unsere Kinder eine Bademöglichkeit besteht. Im ganzen Umkreis mussten viele Freibäder geschlossen werden, weil die finanziellen Mittel fehlen.



Leider hat auch dieser kleine Verein keine Mittel, um alle nötigen Reparaturen durch zu führen. Die Technik veraltet, die Bausubstanz marode und der Trinkwasserversorger wollte nur sein teures Wasser in die Becken lassen. Das hätte im schlimmsten Fall eine Insolvenz nach sich gezogen. Wichtig waren zunächst die Reparatur der Umwälzpumpen und das Dach am Eingang.

Nachdem die Freunde des Freyburger Schwimmbades Alarm geschlagen haben, wurde 2009 eine große Spendenaktion aufgerufen. In der ganzen Stadt wurden Spendenbüchsen verteilt, welche sich schnell füllten. Damit kam ein fünfstelliger Betrag zu Stande, mit dem keiner gerechnet hatte. Es war so oft und so viel in der Presse zu lesen, dass jeder im Burgenlandkreis davon wusste.


Mit dem gespendeten Geld, konnten Reparaturen durchgeführt werden. Allerdings sind nur absolut notwendige Reparaturen machbar gewesen. Um unser Bad den neuesten Standards an zu passen, bräuchten wir ca. 1 Mio. Euro. Na dann, spenden Sie Mal :-)


Das Dach der ehemaligen Sonnenkollektoren-Anlage wurde verpachtet und mit Fotovoltaik-Bausteinen bestückt. Diese Anlage produziert Strom, welcher in das Netz eingespeist wird. Dafür bekommt die Firma Geld, die unser Bad mit einer Pacht entschädigt. Dadurch wird zusätzlich Geld eingenommen, um den hohen Stromkosten, für die Wasserpumpen, entgegen zu treten. Des Weiteren konnte dieses "Dreieckhaus" saniert werden und es bekommt einen neuen Anstrich. Hier ein Bild von 2009, mit dem alten Rest der Solaranlage.


Hier ein Bild von 2010. Da fließt der Strom ohne Ende, und es sieht auch super aus.


Vom Ursprung her, Wasser zu erwärmen und dem Zulauf der Becken zu zu führen, ist man ab gegangen. Selbst wenn man warmes Wasser hätte, könnte man die Wasserqualität nicht halten. Dafür müsste man die Becken sehr Aufwendig und kostenintensiv umbauen. Die Qualität des Wassers verschlechtert sich ab 23 Grad sehr rasant, wenn man bedenkt wie viele Leute im Becken sind und welche Größe dieses Becken hat. Das kann man nicht mit seinem Pool zu Hause vergleichen. Des Weiteren wird jedes Bad von den Behörden streng überwacht und es werden regelmäßig und unangemeldet Proben genommen.

So ist es bis heute.